Die IT-Doku endet am Rack. Der Strom nicht.
Serverräume sind oft bis zur letzten Höheneinheit dokumentiert. Aber die Unterverteilung im Flur, an der das ganze Rack hängt, lebt in einer anderen Welt: im Elektro-Ordner. In der NetBox-Community wird die Hutschiene seit 2018 angefragt, zuletzt als außerhalb des Kern-Scope eingestuft. isidaten holt den Verteilerschrank jetzt ins Modell.
Viele Serverräume sind vorbildlich dokumentiert: jedes Rack, jede Höheneinheit, jedes Kabel. Aber die Unterverteilung im Flur, an der das ganze Rack hängt, lebt in einer anderen Welt. Sie steht im Plan des Elektrikers, als PDF im Ordner „Elektro", bestenfalls in einer Excel-Tabelle. Dabei beginnt dort jede Verfügbarkeitskette: Vor dem ersten Server kommt immer eine Sicherung.
Der blinde Fleck ist eine Architektur-Entscheidung
Klassisches DCIM ist um das 19-Zoll-Rack gebaut: Höheneinheiten, 42 HE, fertig. Ein Verteilerschrank rechnet aber anders, in Hutschienen-Reihen und Teilungseinheiten zu 18 Millimetern. Wer sein Datenmodell um Racks konstruiert hat, bekommt die Hutschiene nachträglich kaum noch sauber hinein. In der Community von NetBox, dem Standard-Werkzeug für IT-Infrastruktur-Doku, wird genau das seit 2018 angefragt und wurde zuletzt 2025 als außerhalb des Kern-Scope eingeordnet („closed as not planned"). Für ein IT-DCIM ist das eine nachvollziehbare Abgrenzung. Für Betreiber bleibt die Lücke zwischen IT-Doku und Elektro-Doku bestehen.
Warum die Lücke im Ernstfall teuer ist
Fällt ein Rack aus, ist die erste Frage selten eine IT-Frage: Welche Sicherung, welche Unterverteilung, welche Einspeisung? Liegt die Antwort im Elektro-Ordner und endet die IT-Doku am Rack, kostet genau diese Übergabe im Ernstfall Zeit. Dazu kommen die Prüfpflichten: DGUV-V3-Prüfungen finden am Verteiler statt, nicht am Rack. Und im Notfallmanagement ist die Stromkette von der Einspeisung über die Unterverteilung bis zur PDU der kritische Pfad, den ein Wiederanlaufplan voraussetzt.
Neu in isidaten: der Verteilerschrank gehört zum Modell
isidaten dokumentiert jetzt Unterverteilungen, Zählerschränke und Schaltfelder mit ihren Hutschienen-Reihen und Teilungseinheiten, im selben Datenmodell wie Racks. Module sind Geräte: Verkabelung und Strompfade laufen durchgängig vom Schaltfeld bis zum Server, und Elektro-Prüfungen hängen direkt am Schrank statt in einem getrennten Ordner. Der Anstoß dafür kam übrigens nicht aus unserer Roadmap, sondern als Kundenanfrage über den isidaten-Hub. Genau so soll es laufen.
Was das DCIM-Modul sonst abdeckt, zeigt die Modulseite. Warum Rechenzentrums-Doku nur hilft, wenn sie stimmt, war schon einmal Thema: Doku, die nicht lügt. Und wenn Sie Ihre Stromkette dokumentieren wollen, sprechen Sie uns an.
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