ISMS & Risiko

OT-Sicherheit

Die Betriebstechnik im ISMS, ohne zweites Inventar

Eine Steuerung ist kein Server, und die Frage „welchen Security Level hat unsere Produktion" hat keine einstellige Antwort. IEC 62443 verlangt Zonen mit gemeinsamem Schutzbedarf, Conduits als einzige erlaubte Wege dazwischen und je Zone ein Sicherheitsniveau, das ein Vektor über sieben Grundanforderungen ist: Ziel und Ist, je FR 1 bis FR 7. Das Modul führt genau das, und es legt dafür kein zweites Inventar an: Jedes OT-Gerät bleibt ein IT-System des Bestands mit seinen Netzen, Räumen, Schwachstellen und Risiken und bekommt ein OT-Profil dazu, mit Gerätetyp, Purdue-Ebene, Firmware-Stand, Herstellersupport und Safety-Relevanz. Darauf bauen Risikobeurteilung, Katalog, Fernwartungsregister, Patch-Entscheidungen und Sensor-Alarme auf.

IEC 62443BSI IT-Grundschutz INDNIS2KRITIS-DachgesetzB3S
Funktionen

Ihre Vorteile

1

Ein Niveau, sieben Zahlen

Das Sicherheitsniveau einer Zone steht als Vektor da, „SL 2 {3 2 2 1 2 1 2}", Ziel und Ist getrennt. Die Lücke wird je Grundanforderung gerechnet und erscheint rot, sobald sie irgendwo größer als null ist. Fehlt das Ist an der Zone, gilt das Minimum der Gerätefähigkeiten, und ohne beides gibt es keine Lücke, nur den Hinweis.

2

Die Steuerung stand nicht auf der Schwachstellenliste

IT-Systeme führen keine Firmwareversion, deshalb griff das CSAF-Matching bei Steuerungen ins Leere. Das OT-Profil liefert dem Matching Hersteller, Produkt und Firmware als Kandidaten, und aus jedem Treffer wird eine Patch-Entscheidung mit Frist nach Schwere. Verlangt das Profil die Herstellerfreigabe, entsteht ohne sie kein Change und kein Rollout-Ziel.

3

Ein Conduit ohne Durchsetzung ist eine Absicht

Was zwischen zwei Zonen läuft und in keinem Conduit steht, ist ein Verstoß. Sensor-Alarme von Claroty, Nozomi oder Dragos werden über das SIEM in das Zonenmodell eingeordnet, beobachteter Verkehr wird in der Kommunikationsmatrix gegen die Conduits gehalten, und Conduits mit Durchsetzung „keine" zählt das Cockpit gesondert.

Funktionsumfang

Alle Fähigkeiten im Überblick

  • OT-Profil am IT-System: Gerätetyp, Purdue-Ebene, Zone, Hersteller, Produkt, Firmware, Herstellersupport, Safety und SIL, Protokolle, SL-C
  • Zonen mit Zonentyp, Purdue-Ebene, Hierarchie, Netzbereichen und Security-Level-Vektor (SL-T, SL-A, Lücke je FR)
  • Conduits mit Richtung, Protokollen und Ports, Durchsetzungsmittel und Auflagen, gespiegelt in die Firewall-Zonenmatrix
  • Cockpit und druckbare Purdue-Sicht über alle Ebenen
  • Risikobeurteilung nach IEC 62443-3-2 in fünf Schritten mit Ziel-SL-Vorschlag, Bedrohungsszenarien nach ATT&CK for ICS und Freigabe
  • IEC 62443-3-3 als OSCAL-Katalog: 7 FR, 108 Anforderungen mit Mindest-SL, Zuordnungen zu ISO 27001, IND und NIS2
  • Nachweisprüfungen aus dem Bestand mit Grundgesamtheit und Verstößen, Übernahme in die Umsetzungserklärung
  • Fernwartungsregister nach IND.3.2 mit Lebenszyklus, Prüfintervall und Abgleich gegen Sitzungen des Fernwartungsmoduls
  • Patch-Entscheidungen aus CSAF-Treffern: Herstellerfreigabe, Wartungsfenster, ITSM-Change oder Rollout-Ziel, Kompensation oder Akzeptanz
  • Sensor-Alarme per Syslog, CEF, LEEF und JSON über das SIEM, ins Zonenmodell eingeordnet, Conduit-Verstöße erkannt
  • Asset-Import aus Sensor-CSV mit Vorlagen für Claroty, Nozomi und Dragos
  • Kommunikationsmatrix: beobachteter Verkehr gegen die Conduits, Übernahme mit einem Klick
  • Passive Erkennung durch den Agenten über SNMP-Geräteprofile, aktives Anklopfen an OT-Ports nur als Opt-in mit Warnung
  • Köder für Modbus, S7 und OPC UA im Deception-Modul
  • Zonen an KRITIS-Anlagen, OT-Prüfschlüssel in den Katalogen von NIS2 und B3S Krankenhaus
  • SL-Lückenbericht über alle Zonen, lesende KI-Werkzeuge für Zonen, Beurteilungen, Zugänge und Patch-Entscheidungen
Ergebnis

Die Betriebstechnik steht im selben ISMS wie die IT, mit einem Sicherheitsniveau, das je Zone und Grundanforderung nachweisbar ist, statt einer Zahl auf einer Folie.

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