Kein Abwägen nötig
Ein Köder hat keine betriebliche Verwendung. Wer ihn benutzt, sucht etwas, das ihm nicht gehört. Das erspart die Diskussion, die jeden gewöhnlichen Alarm begleitet.
Ein Alarm, für den es keine harmlose Erklärung gibt
Die meisten Sicherheitsmeldungen kosten vor allem Zeit für die Frage, ob sie etwas bedeuten. War das der Administrator, ein Sicherungslauf, ein neues Werkzeug? Deception dreht diese Reihenfolge um: Ein Köder hat keinen betrieblichen Zweck. Niemand hat einen Grund, sich an einer hinterlegten Anmeldung anzumelden, die zu keinem echten System gehört. Das Modul betreibt dafür Täuschsysteme mit emulierten Diensten, streut Köder auf echten Arbeitsplätzen aus, von RDP-Verknüpfungen über gespeicherte Sitzungen bis zu Konfigurationsdateien mit Zugangsdaten, und legt Honeytoken-Konten im Verzeichnis an. Jeder Verbindungsversuch und jede Nutzung löst eine Frühwarnung aus, die sagt, welcher Köder und von welchem Rechner aus.
Ein Köder hat keine betriebliche Verwendung. Wer ihn benutzt, sucht etwas, das ihm nicht gehört. Das erspart die Diskussion, die jeden gewöhnlichen Alarm begleitet.
Jeder Köder trägt eine eindeutige Markierung. Eine Warnung nennt deshalb den Köder und den Rechner, auf dem er ausgelegt war, also den vermutlich übernommenen Arbeitsplatz.
Der eigene Schwachstellenscanner und ein beauftragter Penetrationstest lösen ebenfalls aus. Dafür gibt es befristete oder dauerhafte Ausnahmen. Der Treffer bleibt trotzdem sichtbar, er wird nur nicht alarmiert.
Die Dienste laufen als Attrappen auf eigenen Hosts, nicht als geöffnete Ports auf produktiven Servern. Ein Täuschsystem hat keine Daten, die verloren gehen können.
Eine Meldung, die selten kommt und dann etwas heißt: Jemand bewegt sich im Netz, der die Wege nicht kennt.
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