← Zurück zu News 25.07.2026

Der Ordner neben dem Feuerlöscher

Brandschutz ist die älteste Compliance im Haus und läuft in vielen Betrieben bis heute auf Papier: das Brandschutzbuch im Ordner, die Prüffristen auf Plaketten, die Helferquote als Schätzung. Warum ausgerechnet hier die Fristen besonders unübersichtlich sind und was passiert, wenn man sie wie ein Asset-Inventar führt.

Lange bevor jemand von Informationssicherheit sprach, gab es den Brandschutz. Und in vielen Betrieben läuft er bis heute analog: Das Brandschutzbuch ist ein Ordner im Regal, die Prüffristen kleben als Plaketten am Gerät, die Zahl der Brandschutzhelfer ist eine Schätzung aus dem letzten Jahr. Das funktioniert, solange nichts passiert und niemand fragt.

Das Problem sind nicht die Fristen, sondern ihre Vielfalt

Brandschutz ist keine Pflicht mit einem Termin, sondern ein Bündel aus vielen. Ein tragbarer Feuerlöscher wird nach DIN 14406-4 spätestens alle zwei Jahre gewartet. Eine Brandmeldeanlage folgt der DIN 14675 mit jährlicher Wartung und vierteljährlicher Inspektion. Sprinkler-, Gas- und Rauchabzugsanlagen, Feststellanlagen an Brandschutztüren, Sicherheitsbeleuchtung, Wandhydranten: Jede Einrichtung bringt ihre eigene Norm, ihr eigenes Intervall und ihre eigene Anforderung an den Prüfer mit, vom Sachkundigen bis zum Sachverständigen. Wer das über mehrere Standorte im Kopf oder in einer Tabelle führt, verliert irgendwann den Überblick, und zwar leise.

Was im Ernstfall zählt, ist der Nachweis

Nach einem Brand fragt niemand, ob man es gut gemeint hat. Gefragt wird, wann die Anlage zuletzt geprüft wurde, von wem, mit welchem Befund, und was aus den Mängeln geworden ist. Genau dafür existiert das Brandschutzbuch. Ein Ordner erfüllt diesen Zweck, solange er vollständig ist. Nur merkt man seine Lücken meistens erst, wenn es zu spät ist, sie zu schließen.

Brandschutz als geführtes Register

Das neue Brandschutz-Modul in isidaten behandelt Brandschutzeinrichtungen wie das, was sie sind: Assets mit Prüfpflicht. Feuerlöscher, Brandmeldeanlagen, RWA, Sprinkler und Brandschutztüren liegen in einem Register, jede Art mit ihrem Regelintervall und ihrer Norm vorbelegt, je Einrichtung überschreibbar. Prüfungen werden mit Befund und Protokoll-Upload dokumentiert und laufen als Historie mit, das digitale Brandschutzbuch entsteht daraus und lässt sich als PDF ausgeben. Dazu kommen die Dokumente, die dazugehören: Brandschutzordnung Teil A, B und C nach DIN 14096, Flucht- und Rettungspläne nach DIN ISO 23601 und Feuerwehrpläne, jeweils mit Revisionszyklus. Und die Brandschutzhelferquote nach ASR A2.2 rechnet sich je Standort automatisch aus der Zahl der Beschäftigten, statt geschätzt zu werden.

Mehr dazu zeigt die Brandschutz-Modulseite. Wie sich das mit Gefährdungsbeurteilungen und Unterweisungen verzahnt, führt der Arbeitsschutz auf.

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